Das Römisches Bad in Dresden soll in den kommenden Jahren umfassend saniert und wieder aufgebaut werden. Die historische Anlage am Schloss Albrechtsberg zählt zu den beeindruckendsten, aber lange vergessenen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Mit dem geplanten Wiederaufbau könnte das Römische Bad Dresden schon bald wieder zahlreiche Besucher anziehen und zu einem neuen kulturellen Highlight am Elbhang werden.
Dresden ist vor allem für seine barocke Altstadt, die Frauenkirche und die berühmten Elbschlösser bekannt. Doch auch das Römische Bad Dresden gehört zur historischen Kulturlandschaft der Stadt. Über viele Jahre hinweg geriet die aufwendig gestaltete Anlage zunehmend in Vergessenheit. Nun möchte die Stadt Dresden das historische Bauwerk erhalten und gleichzeitig einen modernen Ort der Erholung schaffen.
Warum das Römische Bad Dresden saniert werden muss
Durch Feuchtigkeit, eindringendes Wasser und den natürlichen Verschleiß der vergangenen Jahrzehnte entstanden erhebliche Schäden an der historischen Anlage. Besonders betroffen sind die Stützmauern, Treppenanlagen und die prachtvollen Kolonnaden. Auch Pflanzenbewuchs setzte der historischen Architektur stark zu.
Bereits in den vergangenen Jahren wurden erste Sicherungsmaßnahmen durchgeführt, um weitere Schäden zu verhindern. Jetzt beginnt die nächste Phase der umfangreichen Sanierungsarbeiten. Der gesamte Wiederaufbau des Römischen Bades in Dresden ist in zwei große Bauabschnitte unterteilt.
Der erste Bauabschnitt startete bereits im Juni 2025. Dabei wurden überwuchernde Pflanzen zurückgeschnitten und erste Restaurierungsarbeiten an einem kleineren Tempel am Wasserbecken durchgeführt. Zusätzlich ist geplant, unterhalb der westlichen Treppe eine neue Sanitäranlage zu errichten. Für die vollständige Umsetzung des Projekts ist die Stadt Dresden weiterhin auf finanzielle Unterstützung und Spenden angewiesen.
Historisches Bad soll bis 2029 fertig werden
Nach aktuellem Stand soll die Sanierung des Römischen Bades Dresden bis zum Jahr 2029 abgeschlossen sein. Anschließend soll die historische Anlage wieder öffentlich zugänglich gemacht werden. Anders als früher soll das Wasserbecken jedoch nicht mehr als Schwimmbad genutzt werden. Stattdessen soll das Areal künftig als ruhiger Aufenthaltsort dienen und Besuchern Raum zur Entspannung bieten.
Die Stadt verfolgt damit das Ziel, das historische Erbe Dresdens langfristig zu bewahren und gleichzeitig die Attraktivität des Elbhangs weiter zu steigern. Besonders für Touristen und kulturinteressierte Besucher könnte das Römische Bad Dresden nach seiner Wiedereröffnung zu einem beliebten Ausflugsziel werden.
Die Geschichte des Römischen Bades in Dresden
Das Römische Bad entstand gemeinsam mit Schloss Albrechtsberg zwischen 1850 und 1854. Auftraggeber war Prinz Albrecht von Preußen, der am Loschwitzer Elbhang eine prachtvolle Schlossanlage errichten ließ. Das Römische Bad war dabei Teil eines aufwendig gestalteten Gesamtkunstwerks aus Architektur, Gartenkunst und Wasseranlagen.
Die Gestaltung orientierte sich an der antiken römischen Badekultur. Besonders beeindruckend ist das große Wasserbecken mit seiner zentralen Fontäne und den 16 korinthischen Säulen, die halbkreisförmig angeordnet sind. Diese besondere Architektur macht das Römische Bad Dresden bis heute zu einem außergewöhnlichen Beispiel historistischer Baukunst.
Gemeinsam mit dem Lingnerschloss und Schloss Eckberg gehört Schloss Albrechtsberg zu den berühmten drei Elbschlössern Dresdens.
Nutzung nach dem Zweiten Weltkrieg
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Schloss Albrechtsberg zunächst als Hotel genutzt. Ab 1951 diente das Gebäude als Pionierpalast der DDR. Das Wasserbecken des Römischen Bades wurde bis Anfang der 1990er Jahre sogar als öffentliches Schwimmbad genutzt und war bei vielen Dresdnern beliebt.
Mit der Zeit verfiel die Anlage jedoch zunehmend. Viele Bereiche waren nicht mehr zugänglich, wodurch das historische Bad immer mehr aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwand. Erst in den vergangenen Jahren rückte das kulturhistorische Denkmal wieder stärker in den Fokus.
Römisches Bad Dresden soll neue Attraktion werden
Mit der geplanten Sanierung könnte das Römische Bad Dresden künftig wieder zu den schönsten historischen Orten der Stadt zählen. Die Verbindung aus Architektur, Geschichte und Natur macht die Anlage einzigartig. Besonders die Lage am Elbhang mit Blick über Dresden verleiht dem historischen Areal eine besondere Atmosphäre.
Sollten die Bauarbeiten planmäßig verlaufen, könnte das Römische Bad Dresden ab 2029 wieder Besucher empfangen und damit ein weiteres Stück Dresdner Geschichte neu erlebbar machen.
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Foto © Cheryl Hammond, CC BY-NC-SA 2.0

